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Undine

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Fremden in den wilden Forst vollends hinein als wieder in die Hütte z urück, wo man ihr nicht ihren Willen tue und aus welcher der hübsche Ritter doch über kurz oder  lang scheiden werde. Mit unsäglicher Anmut sang sie, Huldbranden umschlingend: »Aus dunstigem Tal die Welle Sie rann und sucht’ ihr Glück. Sie kam ins Meer zur Stelle, Und rinnt nicht mehr zurück.« Der alte Fischer weinte bitterlich in ihr Lied, aber es schien sie nicht  sonderlich zu rühren. Sie küßte und streichelte ihren Liebling, der endlich zu ihr sagte: » Undine, wenn dir des alten Mannes Jammer das Herz nicht trifft, so trifft er’s mir. Wir wollen zurüc k zu ihm.« - Verwundert schlug sie die großen blauen Augen gegen ihn auf und sprach endlich langsam und  zögernd: »Wenn du es so meinst - gut; mir ist alles recht, was du meinst. Aber versprechen mu ß mir der alte Mann da drüben, daß er dich ohne Widerrede will erzählen lassen, was du  im Walde gesehn hast, und - nun das andre findet sich wohl.« - »Komm nur, komm!« rief der Fisch er ihr zu, ohne mehr Worte herausbringen zu können. Zugleich streckte er seine Arme weit über  die Flut ihr entgegen und nickte mit dem Kopfe, um ihr die Erfüllung ihrer Fordrung zuzusagen,  wobei ihm die weißen Haare seltsam über das Gesicht herüberfielen und Huldbrand an den nicken den weißen Mann im Forste denken mußte. Ohne sich aber durch irgendetwas irremachen zu lassen,  faßte der junge Rittersmann das schöne Mädchen in seine Arme und trug sie über  den kleinen Raum, welchen der Strom zwischen ihrem Inselchen und dem festen Ufer durchbrauste. Der Alt e fiel um Undines Hals und konnte sich gar nicht satt freuen und küssen; auch die alte Frau  kam herbei und schmeichelte der Wiedergefundenen auf das herzlichste. Von Vorwürfen war gar nicht  die Rede mehr, um so minder, da auch Undine, ihres Trotzes vergessend, die beiden Pflegeelter n mit anmutigen Worten und Liebkosungen fast überschüttete. Als man endlich nach der Freude des Wiederhabens sich recht besann, blic kte schon das Morgenrot leuchtend über den Landsee herein, der Sturm war stille gew orden, die Vöglein sangen lustig auf den genäßten Zweigen. Weil nun Undine auf die Erzähl ung der verheißnen Geschichte des Ritters bestand, fügten sich die beiden Alten lächelnd und wil lig in ihr Begehr. Man brachte ein Frühstück unter die Bäume, welche hinter der Hütte gegen den  See zu standen, und setzte sich, von Herzen vergnügt, dabei nieder, Undine, weil sie es durchaus nicht  anders haben wollte, zu den Füßen des Ritters ins Gras. Hierauf begann Huldbrand folgender maßen zu sprechen.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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