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alsdann auf und wallte und wallte, ohne Rast und Ruh, bis er eines Abend s spät in den belaubten
Hof der Burg Ringstetten eintrat.
Die Brautleute saßen Arm in Arm unter den Bäumen, der alte Fischer nachdenklich neben
ihnen. Kaum nun, daß sie den Pater Heilmann erkannten, so sprangen si e auf und drängten sich
bewillkommend um ihn her. Aber er, ohne viele Worte zu machen, wollte de n Bräutigam mit sich in
die Burg ziehn; als indessen dieser staunte und zögerte, den ernsten Winken zu gehorchen, sagte
der fromme Geistliche: »Was halte ich mich denn lange dabei auf, Euch in geheim sprechen zu
wollen, Herr von Ringstetten? Was ich zu sagen habe, geht Bertalden und den Fischer ebensogut
mit an, und was einer doch irgend einmal hören muß, mag er lieber gleich so bald hören, als es
nur möglich ist. Seid Ihr denn so gar gewiß, Ritter Huldbrand, daß Eure erste Gattin wirklich
gestorben ist? Mir kommt es kaum so vor. Ich will zwar weiter nichts dar über sprechen, welch eine
wundersame Bewandtnis es mit ihr gehabt haben mag, weiß auch davon ni chts Gewisses. Aber
ein frommes, vielgetreues Weib war sie, soviel ist außer allem Zweife l. Und seit vierzehn Nächten
hat sie in Träumen an meinem Bette gestanden, ängstlich die zarten Händlein ringend und in
einem fort seufzend: Ach, hindr ihn, lieber Vater! Ich lebe noch! Ac h rett ihm den Leib! Ach rett ihm
die Seele! - Ich verstand nicht, was das Nachtgesicht haben wollte; da kam Euer Bote, und nun
eilt ich hierher, nicht zu trauen, wohl aber zu trennen, was nicht zusam mengehören darf. Laß von
ihr, Huldbrand! Laß von ihm, Bertalda! Er gehört noch einer andern , und siehst du nicht den Gram
um die verschwundne Gattin auf seinen bleichen Wangen? So sieht kein Brä utigam aus, und der
Geist sagt es mir: Ob du ihn auch nicht lässest, doch nimmer wirs t du seiner froh.«
Die dreie empfanden im innersten Herzen, daß der Pater Heilmann die W ahrheit sprach, aber
sie wollten es nun einmal nicht glauben. Selbst der alte Fischer war nun bereits so betört, daß er
meinte, anders könne es gar nicht kommen, als sie es in diesen Tagen ja schon oft miteinander
besprochen hätten. Daher stritten sie denn alle mit einer wilden, trü ben Hast gegen des
Geistlichen Warnungen, bis dieser sich endlich kopfschüttelnd und tra urig aus der Burg entfernte,
ohne die dargebotne Herberge auch nur für diese Nacht annehmen zu wol len oder irgendeine der
herbeigeholten Labungen zu genießen. Huldbrand aber überredete sic h, der Geistliche sei ein
Grillenfänger, und sandte mit Tagesanbruch nach einem Pater aus dem n ächsten Kloster, der
auch ohne Weigerung verhieß, die Einsegnung in wenigen Tagen zu vollz iehen.
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