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Undine

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Gewebe darauf nieder und sagte freundlich: »Hier will ich arbeiten.«  Der alte Mann tat, wie Eltern mit verzognen Kindern zu tun pflegen. Er stellte sich, als merkte er von  Undines Unart nichts, und wollte von etwas anderm anfangen. Aber das Mädchen ließ ihn nicht  dazu. Sie sagte: »Woher unser holder Gast kommt, habe ich ihn gefragt, und er hat mir noch nicht  geantwortet.« - »Aus dem Walde komme ich, du schönes Bildchen«, entgegnete Huldbrand, u nd sie sprach weiter: »So mußt du mir erzählen, wie du da hineinkamst, denn die Menschen sch euen ihn sonst, und was für wunderliche Abenteuer du darinnen erlebt hast, weil es doch ohne derglei chen dorten nicht abgehn soll.« - Huldbrand empfand einen kleinen Schauer bei dieser Er innerung und blickte unwillkürlich nach dem Fenster, weil es ihm zumute war, als müsse  eine von den seltsamlichen Gestalten, die ihm im Forste begegnet waren, von dort hereingrinzen; er  sah nichts als die tiefe, schwarze Nacht, die nun bereits draußen vor den Scheiben lag. Da nahm  er sich zusammen und wollte eben seine Geschichte anfangen, als ihn der Alte mit den Worten u nterbrach: »Nicht also, Herr Ritter; zu dergleichen ist es jetzund keine gute Zeit.« - Undine  aber sprang zornmütig von ihrem Bänkchen auf, setzte die schönen Arme in die Seiten und rief , sich dicht vor den Fischer hinstellend: »Er soll nicht erzählen, Vater? Er soll nicht? Ich ab er will’s; er soll! Er soll doch!« - Und damit trat das zierliche Füßchen heftig gegen den Boden, aber das  alles mit solch einem drollig anmutigen Anstande, daß Huldbrand jetzt in ihrem Zorn fast weniger no ch die Augen von ihr wegbringen konnte als vorher in ihrer Freundlichkeit. Bei dem Alten hing egen brach der zurückgehaltene Unwillen in volle Flammen aus. Er schalt heftig auf U ndines Ungehorsam und unsittiges Betragen gegen den Fremden, und die gute alte Frau stimmte mi t ein. Da sagte Undine: »Wenn ihr zanken wollt und nicht tun, was ich haben will, so schlaft  allein in eurer alten räuchrigen Hütte!« - Und wie ein Pfeil war sie aus der Tür und flüchtig en Laufes in die finstere Nacht hinaus.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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