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Undine

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des schönen, bedrängten Mägdleins; er bot ihr die Hand und rede te ihr kosend zu, sich ihm und seiner Gattin anzuvertrauen. »Euern Eltern«, sagte er, »schicke n wir Botschaft, warum Ihr nicht gekommen seid«; und noch manches wollte er wegen der guten Fischersle ute hinzusetzen, aber er sah, wie Bertalda bei deren Erwähnung schmerzhaft zusammenfuhr, un d ließ also lieber das Reden davon sein. Aber unter den Arm faßte er sie, hob sie zuerst in  den Wagen, Undinen ihr nach, und trabte fröhlich beiher, trieb auch den Fuhrmann so wacker a n, daß sie das Gebiet der Reichsstadt und mit ihm alle trüben Erinnrungen in kurzer Zeit übe rflogen hatten und nun die Frauen mit beßrer Lust durch die schönen Gegenden hinrollten, welc he ihr Weg sie entlängst führte. Nach einigen Tagesreisen kamen sie eines schönen Abends auf Burg Ring stetten an. Dem jungen Rittersmann hatten seine Vögte und Mannen viel zu berichten, s o daß Undine mit Bertalden alleinblieb. Die beiden ergingen sich auf dem hohen Walle der  Veste und freuten sich an der anmutigen Landschaft, die sich ringsum durch das gesegnete Schwaben  ausbreitete. Da trat ein langer Mann zu ihnen, der sie höflich grüßte und der Bertal den beinah vorkam wie jener Brunnenmeister in der Reichsstadt. Noch unverkennbarer ward ihr die Ä hnlichkeit, als Undine ihm unwillig, ja drohend zurückwinkte und er sich mit eiligen Schritten u nd schüttelndem Kopfe fortmachte wie damals, worauf er in einem nahen Gebüsche verschwand.  Undine aber sagte: »Fürchte dich nicht, liebes Bertaldchen; diesmal soll dir der hä ßliche Brunnenmeister nichts zuleide tun.« - Und damit erzählte sie ihr die ganze Geschichte au sführlich, und auch wer sie selbst sei, und wie Bertalda von den Fischersleuten weg, Undine aber dah in gekommen war. Die Jungfrau entsetzte sich anfänglich vor diesen Reden; sie glaubte, ihr e Freundin sei von einem schnellen Wahnsinn befallen. Aber mehr und mehr überzeugte sie sich,  daß alles wahr sei an Undinens zusammenhängenden Worten, die zu den bisherigen Begebenheite n so gut paßten, und noch mehr an dem innern Gefühl, mit welchem sich die Wahrheit uns kun dzugeben nie ermangelt. Es war ihr seltsam, daß sie nun selbst wie mitten in einem von den Mä rchen lebe, die sie sonst nur erzählen gehört. Sie starrte Undinen mit Ehrfurcht an, konnte sich  aber eines Schauders, der zwischen sie und ihre Freundin trat, nicht mehr erwehren und mußte si ch beim Abendbrot sehr darüber wundern, wie der Ritter gegen ein Wesen so verliebt und freun dlich tat, welches ihr seit den letzten Entdeckungen mehr gespenstisch als menschlich vorkam.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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