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Eltern«, entgegnete Undine, »ließen mir diese Dingerchen in das schöne Kleid nähen, das ich
grade anhatte, da ich zu euch kam. Sie verboten mir auch, auf irgendeine Weise jemandem davon
zu sagen vor meinem Hochzeitabend. Da habe ich sie denn also stille hera usgetrennt und
verborgengehalten bis heute.« - Der Priester unterbrach das weitere F ragen und Verwundern,
indem er die geweihten Kerzen anzündete, sie auf einen Tisch stellte und das Brautpaar sich
gegenübertreten hieß. Er gab sie sodann mit kurzen, feierlichen Wo rten zusammen, die alten
Eheleute segneten die jungen, und die Braut lehnte sich leise zitternd u nd nachdenklich an den
Ritter. Da sagte der Priester mit einem Male: »Ihr Leute seid doch se ltsam! Was sagt ihr mir denn,
ihr wäret die einzigen Menschen hier auf der Insel? Und während de r ganzen Trauhandlung sah
zu dem Fenster mir gegenüber ein ansehnlicher, langer Mann im weiß en Mantel herein. Er muß
noch vor der Türe stehen, wenn ihr ihn etwa mit ins Haus nötigen w ollt.« - »Gott bewahre!« sagte
die Wirtin zusammenfahrend, der alte Fischer schüttelte schweigend de n Kopf, und Huldbrand
sprang nach dem Fenster. Es war ihm selbst, als sehe er noch einen weiß en Streif, der aber bald
im Dunkel gänzlich verschwand. Er redete dem Priester ein, daß er sich durchaus geirrt haben
müsse, und man setzte sich vertraulich mitsammen um den Herd.
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