|
|
|
| |
Die dunkle Seite Achim von Arnim`s
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Isabella von Ägypten: Eine Erzählung (Taschenbuch) Carl Joachim Friedrich Ludwig von Arnim war neben Clemens Brentano der Dichter und Hauptvertreter der Heidelberger Romantik. Er entstammte einer preussischen Adelsfamilie und lebte von 1781 bis 1831 in Schloss Wiepersdorf. Zu seinen wichtigsten Werken gehört die Volksliedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" und die hier vorliegende Erzählung. Dramen, Novellen, Erzählungen, Dichtungen, Romane und journalistische Arbeiten sind von ihm bekannt.
Der Text dieser Einzelausgabe folgt dem Erstdruck im Rahmen der "Novellensammlung von 1812" zeichengenau in Orthographie und Interpunktion. Eingriffe in den Originaltext wurden nur bei offensichtlichen Satzfehlern vorgenommen. In eckigen Klammern sind Konjekturen und Verdeutlichungen des Herausgebers angegeben. Die Textanordnung und Schriftgestaltung geben in modifizierter Form die originale Situation wieder.
Achim von Arnim`s Novelle "Isabella von Ägypten ist zweifellos eine seltsame Erzählung. Sie verbindet verschiedene Elemente miteinander, wobei man nicht ermessen könnte, dass sie funktionieren. Die Geschichte von Kaiser Karls des fünften erster Jugendliebe ist von romantischem, hintersinnigem und manchmal auch schwermütigem Charakter. Auf der anderen Seite ist sie auch düster-grotesk, phantasievoll. Die eingesetzte Sprache ist kunstvoll, poetisch, und in seltenen Situationen sogar ironisch und witzig. Diese Symbiose ist ein Risiko, dennoch ist sie geglückt und vielleicht genau aus diesem Grund etwas Besonderes.
Extravagant ist, wie Arnim seine Dichtung in den Kontext wahrer historischer Ereignisse versetzt und bestimmte historische Figuren miteinbringt. Indem er Dichtung und Authentizität zu einem Bild verdichtet, wird aus Fakten und Fiktion ein Bild geschaffen, das auf sonderbare Weise surreal und realistisch zugleich wirkt. Das mag daran liegen, dass einer Dichtung Ziel immer eine gewisse künstlerische Reinheit sein sollte. So vermittelt es den Eindruck, dass die geschichtlichen Aspekte in der Erzählung bewusst in eine Form gezwängt wurden, damit Ideen und Umsetzung überhaupt erst möglich wurden. Dabei stellt man sich als Leser die intensiven Bilder nur zu gerne mit einer Gewissheit vor, dass es doch so passiert sei, was an der Ästhetik der Erzählung an sich liegt.
An Ende der Lektüre findet sich eine kurze Bemerkung zur Textgestaltung, ein Glossar, Daten zu Leben und Werk des Autors und ein Briefwechsel über diese Geschichte, welcher sich zwischen Arnim den Brüdern Grimm zutrug. Bedauerlich ist, dass das Glossar keine Seitenhinweise aufweist. Ein Vorwort gibt es auch nicht.
Fazit: Kunstvolle, anspruchsvolle und aussergewöhnliche Literatur mit nicht optimaler Ausstattung.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 3. August 2008 | | | | | | | |
| | | Zur Übersicht ... |
 |  |  |  |  |  | | |
| |
Angebote zu , ab 1 Euro!
|
| Siehe auch folgende Artikel: |
|
| | | Der Golem: Roman
|
|
| Sonstige Artikel: |
|
| Texte, Themen und Strukturen - Ausgabe N: Schülerbuch I Never Knew That About the English Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anwendungen
|
| | Mehr zu Klassiker, Literatur, Deutschland
|
| | Home ..., , Begleitseite ... |
|
|
| | Herausgeber dieser Seite ist DomainLoc.com GmbH - Partner von |
Copyright © DomainLoc.com GmbH (Impressum) |
| |